12
Dezember
2010

Lebensgeschichte von Olga – Wie es dazu kam, dass ich Christin wurde

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Die Sehnsucht nach mehr trieb mich um. Ich wollte mehr… Mehr als nur existieren und am Leben bleiben, weil man nun mal eben auf dieser Welt ist und nicht anders kann. Ich wollte mehr, als nur eine Perspektive auf einen guten Job, eine glückliche Familie und ein gemütliches Altwerden.

Nicht, dass dies alles schlecht wäre… Doch ich sehnte mich nach einer Freiheit – weg von dem Alltagstrott und vor allem weg von mir selbst, von den Dingen, die man tut uns später bereut.

Ich machte mich auf die Suche. Und ich war nicht die einzige. In Russland, wo ich geboren bin, war gerade ein mächtiges, totalitäres Regime zusammengebrochen. Man durfte wieder fragen über den tieferen Sinn des Lebens stellen. Man durfte unzufrieden sein und unbedenklich auf die Suche gehen. Türen waren plötzlich offen und alle möglichen Glaubensrichtungen und religiösen Praktiken – von den neuesten psychologischen Erkenntnissen bis hin zum Glauben an Geister und Außererdische – hielten Einzug ins dürstende Land. In dieser Chaotischen Informationsflut fielen mir biblische Geschichten in die Hand. Zunächst fand ich sie uninteressant: Ich war durch die griechische Mythologie viel zu sehr an aufregende Helden, Götter und Wunder gewohnt. Der Jesus der Bibel erschien mir viel zu menschlich, zu real.

Ich suchte weiter. Auch nach dem Umzug nach Deutschland. Doch alles, von dem ich eine stabile Basis für mein Leben erhoffte, brach bei der nächsten Schwierigkeit wie ein Kartenhaus zusammen. Ich wusste, ich war nicht fähig, ein erfüllendes Leben zu leben. Ich war innerlich einfach müde. Ich konnte mich selbst nicht ändern – und es tat mir so vieles leid im Leben. „Wenn ich eines Tages vor Gott stehe“, so dachte ich, „ist es dann dieses Leben, wofür ich mich verantworten will?“ Ich konnte es nicht einmal „Leben“ nennen…

In einem Augenblick der schlimmsten Verzweiflung bat ich Gott, mir mein Leben zu nehmen.

Doch er hörte nicht auf mich. Stattdessen kam Ruhe in mein Innerstes – und der Gedanke, dass ich Gott vertrauen kann. Er wüsste die Antworten für meine Sehnsüchte und Fragen.

Einige Zeit später griff ich wieder einmal zur Bibel in der Erwartung, dort den guten Menschen namens Jesus zu finden. Doch je weiter ich las, desto spannende wurden es: Einen so vollkommenen Menschen wie Jesus der Bibel konnte es nicht geben. Wer war er also tatsächlich? Wo war sein Ursprung? Welche Lehre verbreitete er? Und welche Konsequenzen hatte es für mich und mein Lebensverständnis? Ich beschäftigte mich intensiv mit den Inhalten der Bibel und fand erstaunliche Antworten für mich. Und mit den Antworten Zufriedenheit und Vertrauen in den Gott der Bibel und in seinen Sohn Jesus Christus. Nach seiner Lehre richtet sich nun mein Leben aus. Auf dieser Basis fühle ich mich sicher.

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