Todesstrafe Kreuzigung
* Die Todesstrafe ist die Tötung eines Menschen als gesetzlich vorgesehene Strafe für ein Verbrechen, dessen er für schuldig befunden wurde. Ihr geht in der Regel ein Todesurteil nach einem Gerichtsverfahren voraus, das mit der Hinrichtung des Verurteilten vollstreckt wird.
Den aktuellen Angaben von Amnesty International zufolge gehört die Todesstrafe in 35 Staaten zum gewöhnlichen Strafrecht. In Deutschland wurde die Todesstrafe 1949 abgeschafft. Die Art in der eine Todesstrafe vollstreckt wird, variiert vom Land zu Land. Die bekanntesten Methoden sind: Erschießung, Erhängen, Steinigung, elektrischer Stuhl oder Gift. Natürlich gibt es auch diverse weitere Vorgehensweisen.
Doch hier soll es um eine ganz bestimmte Art der Todesstrafe gehen: Todesstrafe Kreuzigung.
Bei der Kreuzigung handelt es sich um eine besonders grausame und schmerzvolle Todesstrafe, bei der das Sterben oft mehrere Tage gedauert hat. Ein langsamer Tod unter unvorstellbaren Schmerzen. Neben Verbrennen am Scheiterhaufen war die Kreuzigung wohl die qualvollste Todesart. Zu Zeit Jesu vollstreckten die Römer sie nur bei
Sklaven oder besonders schlimmen Verbrechen. Bei römischen Bürgern durfte diese Art von Todesstrafe nicht angewendet werden.
Der Ablauf einer Kreuzigung
Bei den Römern war es üblich, dass der Verurteilte vor der Kreuzigung gegeißelt wurde. Doch meistens nicht nur mit einer üblichen Peitsche. Oft wurden Peitschen-Enden eingesetzt, die sich beim Schlagen bis in das Fleisch bohrten und dann ganze Stücke raus reißten. Mehrere Folterwerkzeuge waren im Einsatz. Für den Verurteilten bedeutete das unvorstellbare Schmerzen beim vollen Bewusstsein.
Nach der Geißelung musste der Verurteilte meistens den Querbalken seines Kreuzes selbst bis zur Hinrichtungsstätte außerhalb der Stadtmauern tragen. Nicht selten wurde er von umher stehenden Leuten beleidigt, angeschrien und bespuckt.
Angekommen an der Hinrichtungsstätte wurde der Angeklagte mithilfe Nägeln an den Querbalken angenagelt und dann an den gewöhnlich ca. 3 Meter hohen Pfahl hochgezogen. Die Nägel an den Händen wurden zwischen den Knochen der Handgelenke geschlagen. Die übereinanderliegenden Füße wurden durch einen großen Nagel an das Holz festgenagelt. Dabei wurden die Nerven beschädigt, was zu unvorstellbaren Schmerzen führte. Vor der Kreuzigung hat man den Angeklagten ein Wenig Myrrhe in Wein gegeben. Das sollte als eine Betäubung dienen und wurde aus “Barmherzigkeit” verabreicht. Doch angesichts solcher Verletzungen war eine Schmerzlinderung wohl kaum spürbar.
Den Gekreuzigten quälten Atemnot, rasende Kopfschmerzen, Angstzustände, Durst, sowie heftige Fieber und natürlich heftige Schmerzen an den Wunden. Nur durch ein vorübergehendes Aufrichten konnte der Gekreuzigte einen durch das Hängen verursachten Erstickungstod ein wenig hinauszögern. Dabei sammelte sich Wasser in der Bauchhöhle.
Manchmal wurde der Gekreuzigte durch Durchschlagen des Schenkelknochens vom seinen Leiden erlöst.
So ist auch Jesus Christus am Kreuz gestorben. Für uns – damit wir leben können. Weil Gott uns so sehr liebt!
Seite „Todesstrafe“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Dezember 2010, 01:58 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?
title=Todesstrafe&oldid=82938576 (Abgerufen: 30. Dezember 2010, 22:37 UTC)Als Informationsquelle wurde das Buch “Lexikon zur Bibel” – Fritz Rienecker, Gerhard Maier verwendet.
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Tags: evangelium, jesus christus
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