Das Sakrament der Beichte und die Bibel
Das Sakrament der Beichte ist eines von sog. 7 Sakramenten in der Katholischen Kirche. Mithilfe der Beichte soll Vergebung für die Sünden, sowie Versöhnung mit der Kirche erlangt werden. Die für das Ewige Leben benötigte Taufgnade, welche durch eine Sünde verloren gegangen ist, soll wiederhergestellt werden. Die Beichte wird auch als Bußsakrament bezeichnet.
Zum ersten mal wird die Beichte im Alter von ca. 8 Jahren absolviert. Vor der Erstkommunion. Allgemein kann man sagen, dass es bei der Katholischen Kirche beim Sakrament der Beichte 3 Vorgehensweisen gibt. Die Wohl bekannteste Form der Beichte findet in einem sog. Beichtstuhl oder einem Zimmer statt. Die einzelne Person empfängt das Sakrament persönlich.
Eine andere Vorgehensweise besteht aus 2 Teilen. Beim ersten Teil handelt es sich um eine Gruppensitzung. Das Sakrament wird von mehreren Personen empfangen. Danach werden die Sünden einzeln dem Priester genannt. So wie es bei der ersten Form der Fall ist.
Bei der dritten Form wird das Sakrament ausschließlich in einer Gruppe empfangen. Ein persönliches Gespräch mit dem Priester findet in der Regel nicht statt.
Wir bleiben bei der ersten und bei uns am weitesten verbreiteten Form der Beichte.
Einfach ausgedrückt sieht eine Beichte in der Praxis so aus: Man kommt zum Priester (meistens Beichtstuhl) und knieht sich hin. Üblicherweise beginnt der Prister mit einem Kreuzzeichen. Es folgt eine kurze Vorstellung (also wann man das letzte mal gebeichtet hat, in welchen Verhältnissen man lebt usw.) Danach werden die seit der letzten Beichte begangennen Sünden bekannt. Nach möglichkeit sollten alle “schweren” Sünden bekannt werden. Am Ende sollte der Sünder zum Ausdruck bringen, dass ihm die Sünden leid tun. Er kann es in einem lauten Gebet tun. Nun redet der Prister. Nach katholischer Auffassung spricht in diesem Moment ebenfalls Gott. Zu vergleichen ist dies mit einer kurzen Predigt. Üblicherweise gibt der Priester ein Bußwerk auf. Beispielsweise soll der Sünder 5 mal ein bestimmtes Gebet sprechen. Es folgt die sog. Lossprechung. Das ist die eigentliche Vergebung der Sünden. Dabei spricht der Priester ein spezielles Gebet. Der Priester spricht SÜndenvergebung zu. Am Ende dieses Gebets macht der Priester ein Kreuzzeichen, das vom Sünder wiederholt werden sollte. Das ist die Annahme der Vergebung.
Wie steht die Bibel, das Wort Gottes zu dieser Praxis?
Beichte bei einem Prister lehrt das Wort Gottes nicht! Prister ist automatisch jeder der zu Jesus Christus gehört. Demnach kann jeder Gläubige selbst, ohne fremde Hilfe zu Gott kommen und ihm seine Sünden bekennen. Im alten Bund (bevor Jesus am Kreuz starb) war der Prister ein Vermittler zwischen Mensch und Gott. Um sich Gott nähern zu können, war ein Fürsprecher nötig. Durch die Sünde konnte sich niemand persönlich Gott nahen. Doch durch das Kreuzwerk Jesu wurde diese Kluft zwischen Mensch und Gott beseitigt, sodass jeder direkten Zugang zu Gott haben kann. Der Weg zu Gott ist offen! Dieser Weg ist Jesus Christus – das Kreuz. Wir brauchen keinen Menschen mehr, um sich Gott nähern zu können, bzw. um Buße zu tun. Der Hohenpriester (Fürsprecher) ist Jesus Christus. Ihn können (und sollen) wir direkt anbeten.
Zwar ist in der Bibel davon die Rede, dass die Gläubigen sich gegenseitig die Sünden bekennen sollen, doch es steht nirgendwo geschrieben, dass man sie einen Priester bekennen muss.
Beispiel für eine gegenseitige Sündenbekennung: Ich belüge einen Freund. Später gestehe ich es ihm. “Du, ich habe dich gestern belogen. Es tut mir echt leid. Bitte vergib es mir.” Das ist damit gemeint.
Beichte wie sie in der katholischen Kirche praktiziert wird ist unbiblisch.
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,
(Die Bibel, 1 Timotheus 2,5)
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Tags: bibel, glaube, gott, lebensbericht, theologie
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